Blockstellwerk Elsteraue

Dämonen III

daemonen (1 von 5) Uwe Bachmann

„Dämonen sind überall. Wo wir auch hingehen, sie sind schon da. Wir tragen sie in unseren Köpfen. Sie zeigen sich in scheinbar zufälligen Formen und Strukturen in Natur und Menschenwerk. In Flecken, Klecksen und freien Mustern sehe ich ihre Gestalten und Gesichter. Aber sie sind flüchtig, sie lieben es, aus verborgenen Halbwelten heraus zu kokettieren. Durch Stift und Pinsel kann man sie auf dem Papier fixieren, ihr Schatten wird Linie und Kontur.“

daemonen (1 von 1)-6Gunther Bachmann

„Das Groteske, Schön- Hässliche und in diesem Sinne Ausdrucksstarke lockte mich schon als Jugendlicher. Das Schöne war mir damals suspekt. An den alten Kirchenbauten sieht man Dämonenfiguren. Die Dämonen sind im christlichen Kosmos auf das Menschliche und Heilige bezogen. Die künstlerische Freude an den Dämonen hat daher wohl etwas Gebrochenes, Ironisches. Gleichwohl ist es Freude: an markanter, phantastischer Gestalt und furioser, kraftvoller Bewegung. Und Vorgänge oder Gestalten, die wir als dämonisch bezeichnen, begegnen uns ja tatsächlich.“

 

daemonen (3 von 5)Christoph Hundhammer

„Für mich sind Dämonen Ausdruck des Wirkens urzeitlicher, vorzivilisierter Kräfte. In der Beschäftigung mit ihnen wird ein Funke, ein Klecks schnell zu einem ganzen Kosmos, chaotisch und überschwänglich, mitreißend und abstoßend. In solchen Momenten fühle ich mich in der Geschichte verwurzelt und im Besitz eines Zugangs zur jener Anderswelt.“

daemonen (1 von 1)-702Peter Walther

„Wir stehen hier, wir können nicht anders, möchten oft sein, wo und wie wir nicht sind. Wir hängen, schweben, fliegen, schwimmen… zwischen Karneval und Hölle. Dämonen sind auch nur Menschen.“

 

daemonen (1 von 1)-9Katharina Thim

“Ich Liebe Dämonen, aber fast nur auf Papier…”